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Am 11.10.2002 war ich mit meiner Familie beim MDR in der Sendung "Unter uns" eingeladen. Dort hatten wir die Gelegenheit über die ALS zu reden. Wir waren überwältigt von der großen Anteilnahme der Zuschauer. Über 500 Zugriffe auf meine Homepage innerhalb von nur zwei Tagen, haben mich mehr als beeindruckt. Ich danke hiermit allen, die durch Einträge im Gäste-buch sowie durch zahlreiche Telefonate und E-Mails Ihr Interesse zum Ausdruck gebracht haben.

Ein besonderes Dankeschön wollen wir an dieser Stelle auch dem MDR, besonders Frau Nitzschke und Herrn Zaspel, aussprechen.

Folgender Artikel wurde auf der Website des MDR veröffentlicht:

Ehepaar Mario (37) und Birgit Gräser (38) aus Ringleben

Die Eheleute stehen vor außergewöhnlichen Anforderungen. Mario Gräser leidet an der unheilbaren Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose).

Durch das Absterben der entsprechenden Nerven erlebt er durch diese Krankheit das allmähliche Versagen im Prinzip aller Muskelfunktionen des Körpers. Jedoch die Intelligenz und die Sinnes-organe bleiben normal erhalten, der Patient erlebt bei vollem Bewusstsein den Tod seines Körpers.

Bei Mario Gräser zeigte sich die Krankheit mit Symptomen, denen er zunächst keine Bedeu-tung beimaß: Zucken der Schultern, Zuk-kungen der Rückenmuskeln. Als er plötzlich umfiel und nicht mehr gehen konnte, stellten die Ärzte nach der entsprechenden Unter-suchung die furchtbare Diagnose: ALS.

Sie warfen dem Patienten diesen Begriff an den Kopf, ohne ihn zu erklären. Erst nach dem Lesen einer Broschüre be-griffen er und seine Frau, welch furchtbarer Schicksalsschlag sie getroffen hat und dass ihm nur noch wenige Jahre bleiben.

Mario Gräser unternimmt als ehemaliger Sportler alles, um den Krankheits-verlauf zu verlangsamen. Dennoch verschärfen sich die gesundheitlichen Probleme - er sitzt inzwischen im Rollstuhl. Finanzielle Sorgen kommen hinzu, denn seine Frau ist seit dem 1. September arbeitslos. Nach einer Ausein-andersetzung mit dem Sozialamt geriet sie in Panik - mit einem regelrechten Blackout reichte sie die Scheidung von ihrem Mann ein, weil sie in diesem Moment glaubte, dass Mario als getrennt lebender Partner mehr soziale Unterstützung bekommt. Dieser Schritt ist inzwischen rückgängig gemacht, aber Mario Gräser hätte ihn auch aus anderen Gründen verstanden und toleriert: "Ihr geht es doch viel schlechter als mir - sie muss mit mir und allen Problemen nach meinem Tod zurecht kommen!"


Auch nach Ausstrahlung der Wiederholungssendung am 19.10.2002 war und ist die Resonanz der Zuschauer überwältigend. Damit hätte ich nie gerech-net.


Am 14.11.2002 war ich mit meiner Frau Birgit erneut im Fernsehen des MDR, in der Sendung "Dabei ab zwei" . Hier wurde direkt das "heikle" Thema em-bryonale Stammzellen-Therapie angesprochen. Dazu gab ein Professor des Klinikums in Erfurt eine kurze Erklärung ab. Er wies darauf hin, dass diese Art der Behandlung noch weit in den Tierversuchen steht, aber für die Zukunft, z.B. bei der ALS, sehr vielversprechend sei.

Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich bei der Firma BLAUWERK media in Erfurt bedanken, dass sie uns diesen Beitrag im Fernsehen ermö-glicht hat.


Nach diesen zwei Fernsehsendungen und den daraus resultierenden Kontakten mit Betroffenen und Angehörigen, kommen wir zu der Er-kenntnis, dass diese Krankheit viel mehr Menschen betrifft, als es von Seiten der Ärzte immer angenommen wird! Uns erreichen täglich neue E-Mails von ALS-Patienten oder deren Angehörigen. Auch das Erkran-kungsalter liegt sehr häufig zwischen 30-40 Jahren und nicht wie in der Statistik zwischen 50-70 Jahren.



Am 27.11.2002 war ich mit meiner Frau Birgit bei dem chinesischen Qi Gong-Meister, Liang Shu Shan Shantam zu Gast, der ein paar Tage in Deutschland verweilte.

Dieser Mann beherrscht traditionelle chinesische Heilverfahren und ist in seinem Land ausgesprochen anerkannt. In Gesprächen mit seiner Dolmetscherin erfuhren wir, dass er weltweit Erfolge bei der Behandlung von schweren Krankheiten erzielt hat. Im übrigen stellten wir fest, dass ihn, während seines Aufenthaltes in Deutschland, Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten konsultiert haben.

Seine Behandlung bei mir, bestand aus einer speziellen Physiotherapie, die ich bis heute bei meinem täglichen Training anwende. Mein komplettes Bewegungstraining habe ich auf seine Methode umgestellt.

Ich bin der Meinung, dass jeder, der für diese alternative Behandlungsmethode offen ist, versuchen sollte, diesen Mann zu kontaktieren!

Herr Liang Shu Shan hat seinen Sitz in Ungarn und führt dort seine Behandlungen durch. Bei Interesse oder bei Fragen hierzu, können Sie sich gerne an mich wenden.



Nachdem ich verschiedene Bücher, u.a. über Zahnheilkunde, gelesen und mit meinem behandelnden Zahnarzt gesprochen habe, entschloß ich mich, mir mehrere Zähne entfernen zu lassen, welche noch zu DDR-Zeiten mit Metallkronen versehen wurden. Diese Prozedur ließ ich am 14.01.2003 über mich ergehen.

Es ist ja bekannt, dass Metalllegierungen u.a. auch zu neurologischen Schädigungen führen können und ich wollte, in meiner Situation, jegliche Chancen nutzen.

Allerdings habe ich vor ca. 1 Jahr schon mal einen Speicheltest gemacht, der Amalgam nachweisen sollte. Hierbei wurde aber festgestellt, dass der Amalgamgehalt meiner Zähne kein erhöhtes Risiko für meine Gesundheit darstellt.

Auch hierzu können Sie sich bei Fragen gerne an mich wenden.



Seit April habe ich ein neues Trainingsgerät. Es nennt sich MOTOmed von der Firma Reck.

Ähnlich wie bei einem Hometrainer (Fahrrad) funktioniert dieses Gerät mit Elektromotorkraft. Um die Muskulatur zu beanspruchen und gleichzeitig die Gelenke zu bewegen, trainiere ich damit nun täglich meine Arme, Schultern und Beine. Desweiteren wird der Kreislauf in Schwung gebracht.

Ich empfinde es als sehr angenehm und kann dies jedem ALS-Patienten empfehlen.

Die Kosten dafür hat meine Krankenkasse (Techniker) übernommen, bei der ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken möchte, auch für sämtliche andere Unterstützungen, die mir völlig unbürokratisch ermöglicht wurden.

Sollten sich Fragen zu diesem Gerät auftun, können Sie sich gerne per e-mail an mich wenden.



Am 04.07.2003 waren wir nocheinmal mit unserem Beitrag über die Krankheit im Fernsehen. Diesmal berichteten wir über den Verlauf der Krankheit.

Nach der Sendung bekamen wir wieder viele e-mails von Erkrankten oder deren Angehörigen. Das hat uns erneut gezeigt, wieviele Betroffene es wirklich gibt! Erschreckend dabei ist, dass es immer mehr jüngere Menschen trifft.



Wir haben auf unserer Homepage einen Chat eingerichtet, um damit ALS-Erkrankten, deren Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über Schwerpunkte, wie mögliche Therapien, Hilfsmittel usw. auszutauschen oder einfach nur Probleme und Fragen untereinander zu klären. Wir hoffen, die Sache kommt gut an und wünschen uns, dass sich dieser Chat auch wirklich nur um Fragen rund um die ALS dreht. Desweiteren wünschen wir uns natürlich, dass so viele Leute wie möglich, die mit dieser Krankheit zu tun haben, mitmachen. Damit könnten die Chancen für uns alle größer werden. Also, macht einfach mit!

Chattermine:    Bitte per e-mail erfragen



Wir haben uns jetzt eine Patientendrehscheibe besorgt, durch die das Umlagern von Mario erheblich erleichtert wird.



Seit dem 04.12.2003 ist ein Videomitschnitt aus unserem Fersehauftritt bei "Unter uns" vom 11.10.2002 online. Hier gelangt man direkt zum Video.

Bitte beachtet aber, dass sich mein Aussehen bis zum heutigen Zeitpunkt völlig verändert hat.



Habe am 16.01.2004 endlich meine Abhustmaschine bekommen!

Das Gerät erzeugt mit Luft einen künstlichen Hustenreiz und dadurch kann man den angesaugten Schleim, ohne Kraftaufwand, auswerfen. Das ganze funktioniert also ohne unangenehme Schläuche oder Absaugvorrichtungen im Hals.

Kostet 7800,- €, hat aber die Krankenkasse vollständig bezahlt. Ich kann dieses Gerät wirklich sehr empfehlen.


Am 29.01.2004 habe ich auch meinen neuen Rolli bekommen. Dieser ist extrem bequem, elektrisch verstellbar und hat eine Aufstehhilfe. Durch diesen bin ich nun wieder in der Lage, längere Zeit zu sitzen, ohne dass mir irgendetwas weh tut.



Birgit war am 02.04.2004 im Helios-Klinikum in Erfurt zu einem ALS-Gesprächskreis. Neben etlichen Erkrankten, bzw. deren Angehörigen, waren u.a. auch der Professor der Neurologie und eine Ärztin anwesend, die vom neuesten Stand der Forschung berichteten.

Im Großen und Ganzen kam man zu dem Ergebnis, welches wir schon erwartet hatten - in der nächsten Zeit wird es nichts Entscheidendes zur Bekämpfung der ALS geben.

Auch die derzeit laufenden Studien bringen leider noch nicht den gewünschten Erfolg.


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